Balkendiagramm
Was Frauen verdienen und was ihnen vorenthalten wird.
Lohngleichheit – das geht uns alle an. Denn im Schnitt verdienen Frauen in der Schweiz für gleichwertige Arbeit 600 Franken im Monat weniger als ihre männlichen Kollegen. Das ist nicht nur ungerecht. Es ist auch ein Verfassungsbruch. Und es ist wirtschaftlicher Unfug. Denn der Lohn, der den Frauen vorenthalten wird, fehlt schliesslich am Ende in der Haushaltskasse, bei den Steuern und der AHV. Darum: Lohngleichheit ist auch dein Bier.

Je besser der Lohn desto Männer?

Beim Blick in die Statistik stellt man fest: Lohndiskriminierung ist Realität in vielen Branchen und Berufen. Und es gibt einen klaren Trend: Je besser der Verdienst, desto grösser die Lohnunterschiede zwischen männlichen und weiblichen Mitarbeitenden.
Wie die obige Grafik anschaulich zeigt, sind in Branchen mit geringen Löhnen, zum Beispiel in der Gastronomie, die Unterschiede zwischen den Einkommen deutlich geringer als in Branchen mit Top-Löhnen, zum Beispiel in der Finanzwirtschaft. Und noch etwas kann man den amtlichen Daten entnehmen. Auch innerhalb einer Branche gilt: Je höher die Position desto grösser der Unterschied.
In Top-Kaderpositionen fällt die Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen nochmals grösser aus. Bemerkenswert ist jedoch auch: dort wo es Gesamtarbeitsverträge gibt, ist eine Lohndiskriminierung kaum festzustellen.

44 Tage arbeiten Frauen quasi ohne Lohn

Man kann es auch anders ausdrücken. Während Männer für ihre Arbeit das ganze Jahr über bezahlt werden, müssen Frauen umgerechnet die ersten 44 Tage eines Jahres quasi ohne Bezahlung arbeiten. Es wird Zeit, dieser Ungerechtigkeit endlich ein Ende zu setzen. Lohngleichheit jetzt. Punkt. Schluss.
Das kannst Du ganz konkret tun:
- Weitersagen: Mach mit bei unserer Foto-Aktion
- Flagge zeigen: Komm zur Demo am 22. September.
- Werde aktiv: Stärke deine Gewerkschaft mit deiner Mitgliedschaft.